Santons Marcel Carbonel

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Die provenzalischen Santons

Die Volksgeschichte wird von traditionell überlieferten Geschichten inspiriert. Die Santons sind Zeugen der provenzalischen Geschichte. Keine Krippe gleicht einer anderen, da deren Schöpfer jedes Mal deren Entstehen und Geschichte aufs Neue nachspielt, und seiner Kreativität dabei freien Lauf lässt. So bleiben die alten Berufe in der provenzalischen Tradition erhalten, die sich so passend in der Weihnachtsgeschichte der Santons widerspiegeln. Wer sind sie?

Der Engel Bote der bevorstehenden Geburt Christi. In der Provence vereint sich Himmlisches mit Volkstümlichen. Am bekanntesten ist in diesem Zusammenhang der Engel „Boufareu“, der unbeirrt in seine Trompete bläst und so das Volk zum Stall der Heiligen Geburt führt. Marcel Carbonel hat auch an den nahe der Krippe stehenden Engel gedacht, der die Gegenwart Gottes symbolisiert und gemeinsam mit anderen Engeln über das himmlische Kind wacht.

Die heilige Jungfrau sitzend oder kniend, in Betrachtung des Kindes. Josef, kniend, mit einer Kutte bekleidet. Das Jesuskind, in schlichter Anmut, in eine Windel gewickelt, auf dem Stroh liegend. Diese Figur ist heute auch aus Ton, wurde früher aber aus Wachs geformt; ein Material, das die Göttlichkeit verkörpern sollte.

Der Blinde eine Figur aus der Pastorale von Maurel, elegant im blauen Spencer mit gelbem Besatz, geziert auf die Schulter seines Sohnes gestützt, findet vor dem Stall das Augenlicht wieder.

Bartoumieu den Spaßvogel der Pastorale, als gutmütigen und ein bisschen verwahrlosten Kerl erscheinen.

Die Zigeunerin ist seit ihrem ersten Erscheinen um 1820 eine der beliebtesten Figuren der Krippe, ein Zeichen, dass die Provence schon seit langem ein gastliches Land ist. Auf einem Arm trägt sie ein Kind, das Tuch anmutig geknotet, in der anderen Hand hält Sie ein Tamburin; ihr Rock fällt in zahlreichen Falten - in diesen Details bringt der Santonnier seine besondere Kunstfertigkeit zum Ausdruck.

"Le Ravi" (etwa der Verzückte) zählt seit Anfang an zu den Krippenfiguren. Er veranschaulicht die naive Freude über die Geburt und ist an seinen verzückt zum Himmel erhobenen Armen erkenntlich.

Hirten Grundbestanteil jeder Weihnachtskrippe, nimmt die verschiedensten Erscheinungsbilder an: Jung, kniend, alt und weise, in erwartungsvoller Haltung liegend, von einem Schaf begleitet.

Und ohne die Tiere Ochs und Esel, wie auch Schafe und Lämmer - wäre die Pastorale keine Pastorale.

Die heiligen drei Könige in ihren kostbaren Gewändern, verleihen der Szene eine magische Atmosphäre. Melchior, der Mohr, das Haupt mit einem prächtigen Turban bedeckt, einen glanzvollen Kelch in den Händen. Balthasar, der weiße König, trägt einen goldbestickten, violetten Mantel. Kaspar, kniend, eine mit Goldstücken gefüllte Schatulle darbringend.

Die kleinen Leute

Aber die Weihnachtskrippenfiguren sind so zahlreich, dass wir sie hier nicht alle vorstellen können. Einige vielsagende Namen führen uns jedoch den Einfallsreichtum vor Augen, mit dem Marcel Carbonel diese kleinen Figuren von Frauen und Männer bemalt und sie zu Boten unserer südfranzösischen Tradition macht.Jede einzelne dieser Gestalten trägt zum Entstehen eines wunderbaren Gesamtbilds das Seine bei, geleitet von der Hand des sachkundigen und geschmackssicheren Krippenliebhabers, dem Architekten der Weihnacht.

Weitere Figuren... Die Frau aus dem Comtadin mit roten Früchten, von der Grafschaft von Venasque in Auftrag gegeben, die Frau mit dem Bettwärmer, die Seifenfrau, die Seidenbandverkäuferin, die Schneckenverkäuferin, die Lavendelfrau, die Zitronenhändlerin… eine Vielfalt, die das wohlvertraute tägliche Leben bis ins letzte Detail erzählen und die Farben der Provence lebendig werden lässt. Marius, dieser redegewandte Jäger, stammt sicherlich aus der Erzählung von Alphonse Daudet, „Tartarin de Tarascon“. Die Figur des Bergarbeiters schuf Marcel Carbonel auf Anfrage der provenzalischen Bergwerksgesellschaft Houillères de Provence. Auch der heilige Franziskus von Assisi in seiner naturgetreuen Mönchskutte gesellt sich zu den Besuchern der Krippe. Er ist der Schutzheilige der Santonniers. Zum arbeitenden Volk gehören u. a. der Mann mit dem Wasserkrug, der Fassbinder, der Sattler, der Zigeuner mit seiner Gitarre, der Maroniverkäufer, der Glaser, der seine Dienste lauthals in den Straßen anbietet, usw.